11.10.04, Frankfurter Rundschau, "Kunst-Experimente in Cafés und Straßen"

15.07.04, Uniforum, "Experimente im Laboratorium."

06.05.04, Uniforum, "Hoffen am Montag"

24.04.04, Gießener Allgemeine, "Produktives Potenzial der Pause. Festival 'Diskurs' beginnt mit Vortragsreihe zum Thema 'Hoffnung'"

24.04.04, Gießener Anzeiger, "Hoffnung belebt 20 Jahre altes 'Diskurs'-Festival"

10.03.04, MAZ, "Is there any Hope? Nachwuchs-Theater-Festival im Herbst startet jetzt schon mit Vortragsreihe"

12.02.04, Uniforum, "diskurs 04 sucht hope"

Frankfurter Rundschau, Frankfurt, 11. Oktober 2004
Kunst-Experimente in Cafés und Straßen
Nachwuchskünstler aus neun Ländern treten beim 20. Diskursfestival an der Universität Gießen auf

Von Meike Mossig

Giessen · 10. Oktober · 15 Künstler und Gruppen aus Belgien, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal und Slowenien zeigen Performances, Tanz, Musik und Installationen. Wenn das Festival am morgigen Dienstag in einer alten Fabrikhalle in Gießen eröffnet wird, befindet sich das experimentelle Projekt bereits in seiner letzten Phase - der Präsentation. Denn erstmals nach 20 Jahren verfolgt der "Diskurs" in diesem Jahr ein neues Konzept, das sich in drei Abschnitte teilt. "Nach zwei Jahrzehnten Diskurs wollen wir neue Akzente setzen", sagt Sprecherin Astrid Matron.

Den Auftakt machte im Sommersemester bereits eine Vortragsreihe, bei der Theologen, Soziologen, Philosophen, Kultur-, Theater- und Politikwissenschaftler aus ganz Deutschland unter unterschiedlichen Gesichtspunkten das Thema Hoffnung diskutiert haben. "Wir wollen unser Motto nicht nur künstlerisch, sondern auch politisch-gesellschaftlich untersuchen", so Matron. Der Diskurs soll also nicht nur Nachwuchskünstlern eine Plattform für experimentelle Kunstprojekte und innereuropäische Kontakte bieten, sondern auch ein breites Diskussionsforum.

Raum für "künstlerische Forschungsarbeiten" gab es in der vergangenen Woche während des so genannten Laboratoriums - der zweiten Phase des Diskurses. Dabei haben sich zwei internationale Künstlergruppen auf ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang eingelassen. Während sich sieben Nachwuchskünstler aus Slowenien, Österreich und anderen europäischen Ländern in Gießen trafen, um sich unter dem Motto "Utopie und Hoffnung" mit dem Wiederaufbau Gießens nach dem zweiten Weltkrieg auseinanderzusetzen, begaben sich gleichzeitig sechs junge Künstler aus Hessen auf eine Busreise innerhalb Deutschlands, um die Kultur der US-Amerikaner in deren Militäreinrichtungen zu erkunden. Als Leiter konnten die Studierenden dafür die beiden Dozenten Bojana Kunst und Emil Hrvatin von der slowenischen Universität Ljubljana gewinnen.

"Work in" und "Work out" nennen die Diskursler diesen interaktiven Austausch, der vor allem Freiraum für experimentelle Wege bieten soll. "Der Arbeitsprozess und Dialog mit den Leuten ist uns hier besonders wichtig", sagte ein "Work-in"-Teilnehmer. Ihre Ergebnisse wollen die Laboratorium-Künstler während des Festivals präsentieren.

[Infokasten: Diskurs in Giessen
Der "Diskurs" wird seit 1984 fast jährlich von Studierenden der Angewandten Theaterwissenschaften ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen die experimentelle und interdisziplinäre Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen und Kunstformen sowie der internationale Austausch junger Nachwuchskünstler. Das diesjährige Festival wird am morgigen Dienstag um 17 Uhr in der ehemaligen IBM-Halle im Erdkauter Weg in Gießen eröffnet.

Neben diesem Veranstaltungsort gibt es weitere Vorstellungen auf der Probebühne der Theaterwissenschaftler am Philosophikum II (Haus A) der Uni, im Theater im Löbershof (TiL) sowie im Dachcafé am Ludwigsplatz. Zudem können sich Passanten an einigen Tagen in der Innenstadt von einer "wandelnden Box" überraschen lassen, die durch Gießen zieht. Auch eine Videoinstallation soll kurzweilig am Kirchplatz zu sehen sein.

Der Eintritt pro Veranstaltung kostet acht Euro (ermäßigt vier), ein Festivalpass ist für 60 Euro (ermäßigt 30) zu haben. Das ausführliche Programm gibt es im Internet unter www.diskursfestival.de. ]

[Bild: Mit experimentellen Darbietungen wollen Studenten der Angewandten Theaterwissenschaften an der Universität Gießen Einblick in ihre Arbeit geben. ]


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Uniforum, Giessen, 15. Juli 2004
Experimente im Laboratorium
"Work in" und "Work out": Diskursfestival mit neuen Akzenten - Unterschiedliche Zugänge zum Thema "hope" in Vortragsreihe und interaktiver Austausch unterschiedlichster Künstlerinnen und Künstler

Von Meike Mossig

Es wird spannend: Sieben europäische Nachwuchskünstler kommen nach Gießen, um sich mit dem Thema Hoffnung auseinander zu setzen. Sieben junge Künstler aus Hessen gehen gleichzeitig auf Reisen, um das Gleiche zu tun. Am Ende treffen sich alle in Gießen, um sechs Tage lang das 20. Diskursfestival der Theaterwissenschaftler vom 12. bis 17. Oktober zu gestalten und zu feiern.

"Work in" und "Work out" nennen die Diskursler diesen interaktiven Austausch, der vor allem Freiraum für experimentelle Wege bietet. Das Ergebnis kann niemand vorhersagen. Denn miteinander gearbeitet haben die zusammengewürfelten Künstler vorher noch nie.

Dieses so genannte Laboratorium ist nur ein Teil des neuen Konzepts der Gießener Theaterwissenschaftler, die bekannt dafür sind, neue Wege zu gehen. Und so teilt sich in diesem Jahr der traditionelle europäische Diskurs der Studierenden erstmals in die drei Abschnitte Vortragsreihe, Laboratorium und Festival auf. Mit dem neuen Konzept heißt es jetzt nicht nur sechs Tage Diskursfestival zum Thema "hope", sondern ein halbes Jahr.

Der Startschuss ist bereits Ende April gefallen: Noch bis zum 19. Juli referieren bzw. referierten Theologen, Soziologen, Philosophen, Kultur-, Theater- und Politikwissenschaftler aus ganz Deutschland an mehreren Montagen von 18 bis 20 Uhr zum Thema "hope" im Margarete-Bieber Saal.

"Kann man auf die Kunst hoffen?", fragt beispielsweise Zeit-Redakteur Dr. Thomas Schmidt aus Hamburg. Hoffnung als Opium fürs Volk? Hoffnung als Triebfeder zum Erfolg? "Wir fanden das Thema spannend, weil sich viele Leute dadurch angesprochen fühlen", sagt Elise von Bernstorff vom Diskursteam. Ziel ist es, sich vielschichtig mit dem Thema auseinander zu setzen.

Nach der Vortragsreihe, die ihren besonderen Charme durch die anschließenden Diskussionsrunden in der Diskurs-Wohnung in der Ludwigstraße hat, folgt die Vorbereitung auf das Laboratorium mit ungewissem Ausgang. Als Leiter haben die Studierenden die beiden Dozenten Bojana Kunst und Emil Hrvatin von der slowenischen Universität Ljubljana gewinnen können. Bisher haben sich europaweit über 100 Nachwuchskünstler beworben.

Was genau die Besucher zum sechstägigen Festival im Oktober erwartet, steht sozusagen noch in den Sternen. Denn auf Grund seines experimentellen und offenen Charakters bietet der Diskurs Freiraum für unterschiedlichste Kunstformen, die nicht nur Theater, Tanz oder Performance umfassen, sondern auch Installationen, Lesungen, Konzerte oder Film. Auch hier wünscht sich das Organisationsteam nicht nur lebendige und gut besuchte Veranstaltungen, sondern vor allem einen intensiven Austausch.

Einen kostenlosen Festivalpass gibt es für diejenigen, die einen oder mehrere angereiste Künstler bei sich zu Hause aufnehmen. Freiwillige werden noch dringend gesucht.

Nähere Informationen:
www.diskursfestival.de
Telefon: 0641/99-31248
E-Mail: info@diskursfestival.de.

[Bild: Offen für Experimente: Das Organisationsteam in seiner Diskurs-Wohnung in der Ludwigstraße.]


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Uniforum, Giessen, 6. Mai 2004
Hoffen am Montag
Vortragsreihe zum Auftakt des 20. Diskursfestivals - HOPE als Untersuchungsgegenstand, aber auch als Haltung

ath. Blochs Prinzip Hoffnung als Fahrkarte zur Utopie? Hoffnung als Gottesersatz? Globalisierung als Hoffnung? Hoffnung als Motor wissenschaftlichen Arbeitens und Verstehens? Religiöse Hoffnung wider die Hoffnung? Hoffnung als Impuls zur künstlerischen Arbeit? Hoffnung als Triebfeder zum Erfolg? Hoffnung als Opium fürs Volk? Diese und andere Fragen stellen sich die Vortragenden vor dem Hintergrund ihres jeweiligen Fachgebiets.

Mit der interdisziplinären Vortragsreihe HOFFEN AM MONTAG begann am 26. April das 20. Diskursfestival in Gießen. Das europäische Festival der Studierenden der Künste findet in diesem Jahr vom 12. bis 17. Oktober statt, das Thema des diskurs 04 ist HOPE. Junge Künstlerinnen und Künstler erhalten in Gießen die Möglichkeit, experimentelle Ansätze zu diesem Thema vorzustellen.

Die Vortragsreihe ist eine erstmalige Erweiterung des Festivals. Seit dem Auftakt am 26. April untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen 14-tägig jeweils montags abends im Margarete-Bieber-Saal (Ludwigstraße 34) den Begriff "Hoffnung" auf seine Potenziale und Dimensionen und stellen sich im Anschluss an die Vorträge für Fragen und Auseinandersetzungen zur Verfügung. Die Vortragsreihe soll im Vorfeld des Festivals eine differenzierte, wissenschaftliche Beschäftigung mit HOPE darstellen, wie sie während des eigentlichen Festivals nicht einzulösen ist.

Die Lust am Experiment steht auch hier im Vordergrund: HOPE ist sowohl Untersuchungsgegenstand, als auch Haltung - dem gesellschaftlichen und finanziellen Tiefdruckgebiet stellt diskurs 04 HOFFEN AM MONTAG entgegen und hofft auf viele interessierte Zuhörer und Mitdiskutierer!

Nähere Informationen:
Online-Handapparat:
www.diskursfestival.de


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Gießener Allgemeine, Giessen, 24. April 2004
Produktives Potenzial der Pause
Festival "Diskurs" beginnt mit Vortragsreihe zum Thema "Hoffnung"

Das Festival für junge Kunst der Angewandten Theaterwissenschaft "Diskurs" eröffnet in diesem Jahr sein Programm mit einer interdisziplinären Vortragsreihe zum Thema Hoffnung. Wissenschaftler aus ganz Deutschland und aus unterschiedlichen Fachrichtungen werden unter dem Titel "Hoffen am Montag" ab dem 26. April dazu philosophische, politische wie ästhetische Gesichtspunkte dazu im Margarete-Bieber-Saal erörtern. Den Anfang macht am kommenden Montag die Marburger Kulturwissenschaftlerin Prof. Ina Merkel, den Schlusspunkt wird am 19. Juli der Berliner Theaterwissenschaftler und Dramatiker Jens Roselt setzen.

Auch in einer Pause steckt manchmal produktives Potenzial. Das kann sogar für ein Kunstfestival wie den "Diskurs" gelten. Nachdem das Festival 2003 ausfallen musste, wird es in diesem Jahr zum 20. Mal unter dem Titel "Hope" (Hoffnung) wieder stattfinden. Und zwar in altem neuen Gewand. Die Organisatoren Florian Ackermann, Mayte Zimmermann und Friederike Thielmann betonten auf der Pressekonferenz die intensive Gedankenarbeit zum Neustart und konnten sich nachhaltig auf Altbewährtes wie Innovatives besinnen: "Wir haben intensiv in den Materialien zu den letzten 19 Festivals geforscht und haben den thematischen Aufhänger aller 'Diskurse' für uns übernommen. Es geht auch bei uns darum, Grenzen zu thematisieren, künstlerisch wie regional", erklärte Thielmann am Donnerstag.

So steht der interdisziplinäre, grenzüberschreitende Charakter mehr denn je im Vordergrund. Die bloßen Worthülsen von künstlerischer Forschung und Versuchsräumen habe man für sich einnehmen können und mit eigener Energie gefüllt, ebenso den Anspruch nach wie vor ein europäisches Festival sein zu wollen. Besonders erfreut zeigten sich die Organisatoren daher über die rege Bewerberzahl aus ganz Europa für den künstlerischen Teil im Oktober, es sind bisher mehr als 110 Beiträge eingegangen. Dies sieht Mayte Zimmermann vor allem durch die tapfere Unterstützung der Stadt gewährleistet, die auch im letzten Jahr den Geldhahn nicht zudrehte, obwohl kein Festival stattfand.

Neu ist die lange zeitliche Strecke des "Diskurses" über sechs Monate. "Hoffen am Montag" ist praktisch als wissenschaftlicher Teil dem künstlerischen Bereich vorgeschaltet. Redner aus Natur- wie Gesellschaftswissenschaften werden das Thema beleuchten. Hoffnung als politische Triebfeder, als privater Egotrip, als Fahrkarte zur Utopie, als Alternative, als Opium fürs Volk und eben im Oktober dann als Impuls für künstlerische Arbeit.

Prof. Merkel wird übermorgen mit der Frage nach dem Prinzip Hoffnung und einem Blick auf Ernst Bloh eröffnen, schließen wird Dr. Roselt mit einem Vortrag über "Die Arbeit am Nicht-Perfekten". Dem künstlerischen Teil wird ein Laboratorium vorgeschaltet sein, in dem Künstler in- und außerhalb von gießen in "site-specific-work" zum thema arbeiten und diese Arbeiten dann beim regulären Festival zusammen mit anderen künstlern zeigen können. Bleibt nur noch zu hoffen, dass alles klappt und die Organisatoren Erfolg haben und niemandem bis zum Herbst die Hoffnung ausgeht. (R.O.)


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Gießener Anzeiger, Giessen, 24. April 2004
Hoffnung belebt 20 Jahre altes "Diskurs"-Festival
Organisationsteam hat Konzept völlig neu überdacht - Drei Veranstaltungsblöcke - Vortragsreihe beginnt am Montag

GIESSEN (skl).In einem Pressegespräch stellten die Organisatoren des "Diskurs"-Festivals das Konzept für dieses Jahr vor. "Diskurs" wird seit 1984 von Gießener Studenten der Angewandten Theaterwissenschaft organisiert. Während der einjährigen Auszeit, die man im vorigen Jahr genommen hatte, hat das Team der Organisatoren fast komplett gewechselt. Dieser Wechsel stellte die Studenten vor viele Probleme, gab ihnen aber auch die Möglichkeit, die Konzeption des sonst von Jahr zu Jahr weitergereichten Festivals neu zu überdenken.

"Diskurs" trägt seit jeher die Attribute "internationales, interdisziplinäres" Festival. Das Festival soll eine Plattform bieten für junge Künstler aus verschiedenen Ländern, die sich noch nicht etabliert haben, sondern am Forschen und Experimentieren sind.

Der "Diskurs 04" soll aus drei Blöcken bestehen: aus einer Vortragsreihe, die bereits am Montag, 26. April beginnt, einem Laboratorium unmittelbar vor dem eigentlichen Festival, und dem Festival selbst vom 12. bis 17. Oktober. Diese drei Blöcke werden zusammengehalten von dem Thema "Hope" (Hoffnung). Das Thema soll dabei nicht unbedingt der Inhalt aller Beiträge sein, sondern auch als allgemeine Haltung mitschwingen.

Das Thema hat offenbar bereits Anklang gefunden, denn die Diskursler haben auf ihre Ausschreibung 110 Bewerbungen erhalten. Wie viele Produktionen sie letztlich einladen können, ist vor allem eine finanzielle Frage.

Die Vortragsreihe "Hoffen am Montag", die vor allem von Esther Boldt organisiert wurde, findet im Sommersemester 14-tägig im Margarete-Bieber-Saal statt. Kulturwissenschaftler, der Theologen, Philosophen, Physiker sowie Politik- und der Theaterwissenschaftler gehen von unterschiedlichen Seiten an das Thema "Hoffnung" heran. Die Hoffnung des Teams besteht darin, eventuell auch ein größeres Publikum anzulocken, das normalerweise nicht zum "Diskurs" erscheint.

Mit ihrem neu überdachten Konzept hat das Kernteam, bestehend aus Florian Ackermann, Elise von Bernstorff, Christiane Kretschmer, Friederike Thielmann und Mayte Zimmermann, die Voraussetzungen für ein vielversprechendes Festival geschaffen. Wenn auch "Diskurs" nicht über die finanziellen Mittel mancher anderen Festivals verfügt, so bietet er doch einen Rahmen, in dem vieles möglich ist: eine Auseinandersetzung von Kunstinteressierten aus verschiedenen Ländern und Disziplinen, das Knüpfen von Kontakten in einer lockeren Athmosphäre und der Diskurs von Künstlern und Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachgebieten.

Am Montag, 26. April, wird die Vortragsreihe "Hoffen am Montag" mit einem Vortrag von Prof. Dr. Ina Merkel eröffnet. Die Marburger Kulturwissenschaftlerin spricht zum Thema "Das Prinzip Hoffnung? Ernst Bloch aus heutiger Perspektive gelesen". Beginn um 18 Uhr im Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34.


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MAZ, Giessen, 10. März 2004
Is there any Hope? Nachwuchs-Theater-Festival im Herbst startet jetzt schon mit Vortragsreihe

"Der Affekt des Hoffens geht aus sich heraus, macht die Menschen weit, statt sie zu verengen" Ernst Bloch

Gießen (sw).Hope, Hoffnung, ist das Thema des "diskurs 2004", dem Festival für Nachwuchskunst aus Europa mit Schwerpunkt auf den performativen Künsten. Zum 20. Mal kommen dieses Jahr Künstler aus verschiedenen Ländern Europas in Gießen zusammen, um sich in Aufführungen, Workshops und vielen Diskussionen auszutauschen.

"Das Thema Hope hat viele Dimensionen", sagt Christiane Kretschmer, Studentin der Theaterwissenschaften und eine der Organisatorinnen des Festivals, "die persönliche natürlich, die gesellschaftlich-politische und vor allem auch die künstlerische".

Die Annäherung an das Thema wird in drei Phasen geschehen: Mit einer Vortragsreihe, dem Laboratorium und dem Festival selbst, ds im Herbst dieses Jahres stattfinden wird. Die Vortragsreihe "Hoffen am Montag" soll die Basis bilden für eine differenzierte Erarbeitung von hope und findet ab dem 26. April jeden zweiten Montag im Margarete-Bieber-Saal in der Ludwigstraße 34 statt. Hier werden sich Wissenschaftler aus ganz unterschiedlichen Disziplinen intensiv mit dem Thema beschäftigen. Unter anderem sprechen Prof. Dr. Neckel (Soziologie) und Prof. Dr. Claus Leggewie (Politik). Nach den Vorträgen wird in moderierten Gesprächsrunden Zeit für Diskussionen sein.

Das eigentliche Festival beginnt am 12. Oktober. "Das Besondere am diskurs", erklärt Christiane Kretschmer, "ist, dass dort jeder die Möglichkeit hat, sich auszuprobieren, unabhängig davon, wie viel Erfahrungen er vorher schon sammeln konnte. Es geht weniger darum, schon fertiges zu präsentieren, sondern darum, zu experimentierenudn vor Ort Dinge auszuprobieren." Das Festival, organisiert vom Verein "kunstrasen", der aus Studenten der Theaterwissenschaft besteht, bietet außerdem die wunderbare Möglichkeit eines Austausches mit Künstlern von außerhalb und des Knüpfens von neuen Verbindungen. Es werden noch Arbeiten gesucht, die sich mit dem Thema Hope beschäftigen. Das Festival ist offen für unterschiedliche Formen von Theater, Tanz, Performance, Installation, Musik, Literatur, Film und Video. Bewerbungsschluss ist der 12. April!

Hier kann man sich bewerben und Infos bekommen:
diskurs 04
www.diskursfestival.de
kunstrasen giessen e.V.
Postfach 11 06 25


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Uniforum, Giessen, 12. Februar 2004
diskurs 04 sucht HOPE

ath. diskurs ist ein Festival für Nachwuchskunst aus Europa mit Schwerpunkt auf den performativen Künsten.Es wird von Studierenden des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft organisiert und ist offen für unterschiedliche Formen von Theater, Tanz, Performance, Installation, Musik, Literatur und Film.

Das Thema des diskurs 04 ist HOPE. Das Festival untersucht Hoffnung (HOPE) als künstlerisches, politisches und persönliches Phänomen.

Auch vor dem eigentlichen Festival im Oktober wird es eine Auseinandersetzung mit HOPE geben. Möglichkeiten dafür bieten ein Workshop, der im Sommer stattfinden wird, sowie eine Ringvorlesung im Sommersemester: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der JLU und anderer Institutionen werden sich dem Begriff HOPE von verschiedenen Bereichen (Philosophie, Theologie, Naturwissenschaften, Gesellschafts- und Kunstwissenschaften) her nähern.

Die Ringvorlesung wird 14-tägig im Margarethe-Bieber-Saal stattfinden. Alle Studierenden und Mitarbeiter der JLU sind herzlich dazu eingeladen. Einzelheiten werden noch bekannt gegeben.

Nähere Informationen: www.diskursfestival.de (in Bearbeitung). Das Diskurs-Team sucht außerdem für das Festival Arbeiten, die einen eigenen Zugang zum Thema HOPE finden.
Bewerbungen bitte mit Bild-/Ton-/Text-und Videomaterial an:
kunstrasen giessen e.V.
Postfach 11 06 25
35351 Gießen
Einsendeschluss: 13.April 2004


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