WasteBand
Patricia Portela °
mit Christoph de Boeck, Patricia Bateira und Helena Serra

Portugal

Dienstag, 12.10.2004 °
18.00 und 21.00 Uhr
IBP Halle




"WasteBand ist, als säßen wir in einem Filmtheater, die Lichter sind gerade ausgegangen und der Vorhang hat die Leinwand noch nicht enthüllt. Es ist dieser eine Moment zwischen dem Durcheinander der Platzsuchenden und der Stille vor dem Film, an dem alles möglich ist und es gibt die Chance, dass wir heute den besten Film unseres Lebens sehen."


WasteBand ist eine virtuelle Performance für einen Astronauten/ Verkäufer, einen Musiker und einen Power Point. Zuschauer und Performer sitzen zusammen um einen Tisch, in dessen Mitte eine große Projektion sichtbar ist; vor sich haben sie kleine Monitore.
Ausgehend von der zufälligen Tatsache, dass sowohl ein chinesisches Ritual als auch wissenschaftliche Theorien beweisen, dass der Mond bald - nämlich am Tag der Performance- auf einen Strand voller Frösche fallen wird, entwickelt WasteBand eine dichte und phantasievolle Erzählung voll poetischer Bilder und absurder Momente.

Den Sorgen von Sergei Krikalev folgend, der auf der Mir-Raumstation darauf wartet auf die Erde zurückgebracht zu werden, handelt diese Performance von Verschwendung, Warten und Wünschen.


Patrícia Portela (1974)
Bühnenbild- und Kostümdesign an der Theater- und Filmfakultät von Lissabon, MA of Arts in Scenography an der Theaterfakultät in Utrecht und dem Central St. Martins College of Art, European Film College in Dänemark.
Seit 1994 Arbeiten für verschiedene freie Theater- und Tanzkompanien, hauptsächlich als Kostümbildnerin oder Dramaturgin. Außerdem Regisseurin verschiedener Kurzfilme.
Verschiedene Performances (geschrieben und koordiniert): operação cardume rosa, 1998; T5 (Prize teatro na década), 1999 or Lan Tao, 2000; Odilia, 2002, oogopslag, 2003.
Seit Wasteband 2003 (Prize Reposição Teatro na Década e Special mention Prize Acarte/Gulbenkian for performing arts) liegt ihr Hauptinteresse auf der Beziehung zwischen Zeit und Raum, Virtualität und Realität in Performancekunst und Alltag durch Text und die Benutzung von Technologie auf der Bühne.