White Out
Andros Zinsbrowne

Belgien

Donnerstag, 14.10.2004 ° 21.00
Freitag, 15.10.2004 ° 21.00
Probebühne



Andros Zinsbrowne beschäftigt sich in White Out mit rassischen Zuschreibungen und den Kontexten, in die sie eingebettet sind. Er untersucht dafür Konstruktionen eines schwarzen Körpers und schwarze Bewegungen.


Die stereotype Figur des schwarzen Mannes als Basketballspieler dient als Ausgangsmaterial, von dem aus sich Veränderungen in andere Figuren entwickeln.

Der Basketballspieler befindet sich in einem permanenten Wechsel zwischen Defensive und Offensive, er ist Angreifer oder Opfer, verändert sich vom Athleten zum Kriminellen, vom Diener zum Champion, vom Performer zum Affen.

Wie können diese Bilder so verdreht werden, dass sie etwas von der Absurdität der Rollen und Zuschreibungen offenbaren?
Was kann das Bild selbst anbieten? Auf welche Wirklichkeiten kann es verweisen, Wirklichkeiten die es selbst produziert und reproduziert, die konsumiert und aufrechterhalten werden.

Stereotype Bilder wieder zu verwenden, ihnen dadurch weder zu erlauben, nur rassistisches aber verbanntes Produkt zu sein, noch anzunehmen dass man nicht an ihrem Fortbestand teilhat, eröffnet die Möglichkeit eines direkten Einblicks in ihre Bedeutungen und den Prozess ihrer Produktion.


Andros Zinsbrowne (USA) begann sein Studium des klassischen Balletts an der Joffrey Ballet School im Alter von sieben Jahren. In der High School erarbeite er erste eigenen Performances und Choreographien. 2002 machte er seinen Bachelor in Art Semiotics an der Brown University, nachdem er sich ein Jahr Auszeit von der Uni genommen hatte um eigene Stücke zu inszenieren und an den Merce Cunningham und Trisha Brown Studios Tanztechnik zu studieren.
Momentan ist er Student bei P.A.R.T.S. (Performing Arts Research and Training Studios) in Brüssel, Belgien und hat dort bisher drei eigene Stücke entwickelt, in denen er versucht beides - einen körperlichen und kritischen Ansatz - zu verhandeln. Sein Solo White Out wird als erstes seiner Stück international gezeigt, u.a. in Brüssel, Amsterdam, Bilbao und Frankfurt.