SITE-SPECIFIC °

Site-Specific-Arbeiten strebt nach einer Öffnung zwischen dem Ort der Kunst und der Alltagswelt. Kunst wird nicht mehr unabhängig von Zeit und Raum konzipiert und entwickelt, sondern versucht Grenzen aufzubrechen. Site-Specific-Arbeiten versucht die besonderen Qualitäten eines Ortes zu finden, Impulse aufzugreifen und mit diesen zu arbeiten, versucht durch gezieltes Forschen oder durch die Bereitschaft zu entdecken sich der Einzigartigkeit eines Ortes zu öffnen.

In Verbindung mit dem Thema HOPE bietet Site-Specific-Arbeiten ein großes Potential.
Die Suche nach HOPE in Städten, Häusern, Bahnhöfen, auf Plätzen, in Kantinen und in Kaufhäusern, in leerstehenden, belebten oder versteckt genutzten Gebäuden, steht immer in Verbindung mit den Geschichten und Erinnerungen dieser Orte.
Wo versteckt sich HOPE? Wo findet sich HOPE? Wie beeinflussen Alltag und Lebensweise das Denken der Menschen? Wie groß muss Hoffnung sein? Welche Funktion hat Kunst in der Gesellschaft und welche Rolle spielt HOPE dabei? Wie sehr beeinflusst die politische Situation die persönliche Hoffnung der Menschen?

Die Frage nach HOPE ist eine Frage, die in allen Lebensbereichen, in allen Gesellschaftsschichten und zu allen Zeiten immer wieder gestellt und diskutiert wird. Indem dieser Begriff nicht unter dem rein soziologischen Aspekt betrachtet wird, sondern das Laboratorium versucht, sich durch einen zusätzlich künstlerischen Ansatz HOPE zu nähern, öffnen sich andere und neue Dimensionen, die einen assoziativeren Zugang ermöglichen.